länger satt

Wenn ich auswärts Mehlspeisen oder Kuchen esse, schmecken die meist etwas anders als zuhause. Ich habe beim reinen Weißmehl das Gefühl, nicht viel im Mund zu haben. Wirklich satt bin ich nicht lange. Da könnte ich nach einer Stunde schon wieder etwas futtern. Einen richtigen Heißhunger bekomm ich da.

Auch nach einer Semmel mit diesem Mehl hab ich nicht wirklich was im Magen, so kommt es mir vor. Beim Nudelessen im Restaurant merke ich das auch. Warum ist das so? Das hat einen einfachen Grund. Das Vollkornmehl fehlt, was längeranhaltend sättigt.

Ich habe mir vor ein paar Jahren eine Getreidemühle zugelegt, die fast täglich im Einsatz ist. Sehr faszinierend, wie aus den ganzen Körnern feines Vollkornmehl gemahlen wird. Das frischgemahlene Mehl fühlt sich so schön warm an. Meist übernehmen das meine Kinder, die sind begeistert von diesem Gerät.

Das Vollkornmehl kommt in Kuchen, Muffins, Palatschinken, Topfenknödel, Brot und Gebäck, Schmarren, als Paniermehl und  in den Knödelteig (Obstknödel). Ich mische zur Hälfte Weißmehl und Vollkornmehl, da es mir sonst zu vollkornig schmeckt. Für  Nudelgerichte gebe ich zur Hälfte Vollkornnudeln und „normale“ Nudeln dazu.

Nach so einem Mittagessen verspüre ich den ganzen Nachmittag kein Hungergefühl. An den geringen Vollkorngeschmack habe ich mich gewöhnt. Da kann man sich langsam herantasten, indem man immer eine kleinere Menge mehr vom Weißmehl durch Vollkornmehl ersetzt. Auch bei den Nudeln kann man so verfahren. Es gibt ja die Meisten in der Vollkornvariante.

Geht es euch auch so wie mir mit dem schnellen Hungergefühl nach manchen Speisen?Nehmt ihr Vollkornmehl zum Kochen und Backen?

 

 

kein Schlüssel, dafür nette Leute

Heute vormittag habe ich meinen Mann mit dem Auto in die Arbeit gebracht und bin dann direkt einkaufen weitergefahren. Nach der Parkplatzsuche habe ich den Motor abgestellt. Dann die Überraschung. Wo war jetzt der Autoschlüssel (diese modernen Autos haben ja keinen echten Schlüssel mehr sondern so ein Ding, wo Tasten dran sind)? Keiner da. Mein Mann hatte den Schlüssel in der Jackentasche in die Arbeit mitgenommen. Da hatte ich erst mal überlegt. Ohne Autoschlüssel kein Absperren möglich und …auch kein heimfahren. Ich wollte nach meinem Handy greifen, aber ich hatte es daheim vergessen.

Nach kurzer Schrecksekunde bin ich ins Geschäft. Die nette Dame ließ mich telefonieren. Ich schilderte meinem lieben Mann die Situation und hatte einen Plan wie ich jetzt vorgehe. Ich fragte einen älteren Herrn ob er in meine Richtung fahren würde. Er würde bis Lenzing fahren, sagte er. Als ich ihm sagte wohin ich wollte, hatte er sich entschlossen mich bis zu meinem Ort zu bringen. Was für ein netter Herr. Während der Fahrt erzählte er mir von seiner Frau, die im Rollstuhl saß, seit einem Schlaganfall, von seinen drei Töchtern, mit denen er sehr zufrieden war. Witzigerweise kannte ich eine davon.

Wieder zu Hause nahm ich den Reserveschlüssel vom Auto und stapfte Richtung Bushaltestelle. Der Bus kam innerhalb von zehn Minuten. Was für ein Glück, dann kann ich noch alles schaffen bis die Kinder um zwölf von der Schule nach Hause kommen, dachte ich bei mir und es machte mich total zufrieden. Der Busfahrer stellte sich als sehr nette Person heraus, wir plauderten über neue Autos, über die modernen Busse, wo der Busfahrer auf einen Knopf drücken musste, wenn der Bus länger als drei Minuten stehenblieb (zur Sicherstellung ob eh nix passiert ist), über das Fahren in der Nacht, wenn betrunkene Jugendliche nicht mehr aus dem Bus wollten und daß sich die Standzeiten von früher ( bis zu mehreren Stunden am Tag) zu heute (gesetzlichen Pausen) deutlich verkürzt hatten. War sehr interessant.

Schließlich war ich wieder beim Auto angekommen und konnte nach dem Einkaufen wieder heimfahren. Übrigens im Geschäft hab ich noch eine liebe Bekannte getroffen.

Und die Moral der Geschicht ist: wer neugierig und offen durch die Welt geht, bekommt neben Hilfe jede Menge interessanter Dinge zu hören.

 

 

 

 

Gemüse im Eisee

Gemüsefritatta für ca. 2 Personen

  • 5 Eier
  • 2-3 Gemüsesorten deiner Wahl          ( Tomaten, Zwiebel, Zucchini,    Brokkoli – 8 min in Salzwasser vorher blanchieren, Kartoffel gekocht, Paprika, Frühlingszwiebel, Lauch,…)
  • geriebener Käse (egal welcher)
  • Salz, Pfeffer, Öl

 

Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden und in einer Pfanne mit 2 El. Öl anbraten. Eier verquirlen, würzen mit Salz und Pfeffer und anschließend über das Gemüse gießen. Den  Käse darüberstreuen. Deckel drauf und warten bis die Eier stocken. Mit Brot oder – wer mag – auch mit Salat genießen.

Grippe mal 4

Kurz vor Weihnachten war es soweit. Die „echten“ Grippeviren hatten uns im Auge. Diese lieben Dinger bescherten uns eine ziemlich ruhige familiäre Weihnachtszeit und auch Zeit zum Nachdenken. Es fällt plötzlich vieles weg, wie die Fragen: Was kochen wir heute? Wer geht einkaufen? Was unternehmen wir gemeinsam in den Ferien? Wie verbringen wir Silvester? Was sollen wir noch für den Verwandtschaftsbesuch vorbereiten?

Es stellen sich ganz andere Fragen: Wer schläft heute bei welchem Kind ?(Jenes, dass am höchsten fiebert bei mir) Haben wir genügend Taschentücher? Wie bekommen wir hohes Fieber runter?

Wir wurden bekocht von unseren lieben Nachbarsfamilien. Meine Mutter kam uns zu Hilfe.  Einfach schön, wenn Hilfe da ist, wo sie gebraucht wird.

Die Bescherung am Hl. Abend fand bei uns am 25. Dezember statt. Mit fiebrigen Händen packten wir unsere Geschenke aus und wir freuten uns. An Silvester hielten wir bis zehn Uhr abends durch. Zwei Wochen lang hielten uns die „Tierchen“ auf Trab. Unsere liebste Freizeitbeschäftigung in dieser Zeit war Liegen, Tee trinken, schlafen.

Aber ich muss sagen, nach einigen noch beschwerlichen Tagen – wo jede Tätigkeit einen Schweissausbruch mit sich brachte und ich mich danach wieder eine Stunde ausrasten mußte – fühle ich mich leichter denn je. Gewichtsmäßig wahrscheinlich, hab ja unfreiwillig gefastet, wie auch mental.

Liebe Grippeviren, ihr habt ganze Arbeit geleistet.

 

Fiebersenken ohne Chemie

Passend zur Grippe- und Erkältungszeit möchte ich euch daran erinnern, dass es einige Hausmittel gibt, die man bei Fieber anwenden kann. Ich probiere immer als Erstes diese natürlichen Sachen aus, wenn das nichts nützt, dann kommen Medikamente wie Zäpfchen, Saft und Co zum Einsatz.

Ich lasse – bei mir –  Fieber bis 39,5 Grad Celsius Fieber sein und störe den körpereigenen Abwehrprozess nicht. Natürlich gibt es da etwas Angenehmeres. Zum Beispiel Schwitzen im Liegestuhl am Palmenstrand in der Karibik oder in der Kräuter-Sauna. Aber das ist eine andere Geschichte. Bei meinen Kindern kommt es darauf an ob sie sehr leidend sind. Oder ob es wieder einmal gut wäre, eine Nacht mehr Schlaf abzubekommen.

Wadenwickel

Füße und Körper sollen schön warm sein, bevor losgewickelt wird. Das Wasser soll nicht zu kalt sein, etwa ein bis fünf Grad kälter als die aktuelle Körpertemperatur. Ich nehme meistens Stoffwindeln, die ich ins Wasser tauche. Dann auswringen und locker um die Waden des Fiebernden wickeln. Darüber gebe ich noch ein trockenes Handtuch, das auch herumgewickelt wird. Solange oben belassen, bis sich die nassen Tücher erwärmen. Kann bei Bedarf bis zu vier Mal wiederholt werden – die kalten Wickel aber insgesamt nicht länger als 30 min am Stück auflegen.

Essigpatscherl

Für dieses tolle Rezept braucht man fünf Teile handwarmes Wasser sowie einen Teil Apfelessig. Dann kommt ein Paar Baumwollstrümpfe zum Einsatz, dass darin getaucht wird und anschließend ausgewrungen wird. Dann kommt der schönste Teil. Die Socken werden angezogen, möglichst bis über die Waden. Die ersten Sekunden sind schrecklich, dann aber werden trockene Socken darübergezogen und das Schlimmste ist überstanden. Nach 45 bis 60 Minuten ( bei Kindern ca. 20 Minuten)  Socken wieder ausziehen und gut abrubbeln. Falls das Fieber nicht gesunken ist, kann dieses Rezept noch ein Mal angewendet werden. Allerdings erst, wenn Beine und Füße wieder warm sind.

Waschungen

Gerade bei kleinen Kindern eignet sich eine Waschung gut, um hohes Fieber zu senken. Eins meiner Kinder mag sie sogar sehr gerne. Dazu wird lauwarmes Wasser, ein Waschlappen und wie kann es anders sein ein Handtuch benötigt. Die Waschung erfolgt dann nach einer bestimmten Reihenfolge, das bedeutet, es werden zunächst Hände, Arme, Hals, Bauch, die Seiten und der Rücken abgerieben, dann die Füße und Beine. Das Ganze sollte nicht mit tropfend nassem Waschlappen erfolgen, sonder nur mit angefeuchtetem Lappen. Erwähnenswert wäre auch noch, dass gegen die Haarwuchsrichtung gewaschen wird, da nur so die Schweißperlen weggewaschen werden.

Es gibt natürlich noch andere natürliche Methoden um das Fieber zu senken. Die oben Angeführten sind für mich die Wirkungsvollsten. Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Welche Methoden wendet ihr noch an?

 

 

Was bedeutet für mich einfaches Essen?

Meine Mutter sorgte dafür, dass ich in meiner Kindheit und Jugend und ein bisschen danach……. ein super Essen bekam. Sie stand dafür stundenlang in der Küche oder im Garten, was ihr aber wirklich auch Spass machte. Es gab sogar selbsthergestellte Germknödel. Die waren echt ein Gedicht.

Als ich flügge wurde und mit Freunden unterwegs war, gab es für mich eher Fastfood oder Chinesen. Und das nicht zu knapp, die Portionen wurden weggeputzt, meist auch noch von Freunden, wenn die schon satt waren. Mit dem eigenen Haushalt kam die Rückbesinnung. Heute ist es großteils selbstgemachtes, biologisches Essen was täglich auf den Tisch kommt.
Dabei lege ich Wert darauf, dass es schnell gemacht ist und mit wenigen Zutaten auskommt.
Natürlich kommt bei mir auch mal ein Fertigsugo aus dem Glas oder fertig panierte Fischstäbchen oder ähnliches auf die Teller. Manchmal hab ich schlicht keine Lust oder mir fällt einfach nichts ein, was ich kochen könnte. Auch das darf sein, finde ich.

Unter „einfaches Essen“ versteh ich auch mal zur Jause ein knuspriges, frisches Brot mit Butter ( am Besten richtige Bauernbutter aus Rohmilch – ich liebe sie), darauf Schnittlauch, Radieschen oder Rucola oder auch nur Kräutersalz. Mmm, so lecker. Es darf ab und zu auch Knoblauch fein geschnitten sein (vielleicht dann nicht mehr zu gesellschaftlichen Anlässen gehen. Wobei es nützlich sein kann, wenn man seine Ruhe haben will.)

Dann kommt das Genießen. Das war etwas, was ich in der Hektik des Alltags mit zwei Kindern verlernt hatte. Ich nahm mir, ohne wirklich zu überlegen was ich essen möchte, einfach das von mir aus nächstgelegene Nahrungsmittel (zum Beispiel bei der Jause).
Sich hinzusetzen und wirklich den Geschmack des Essens zu spüren. Dran zu Riechen ist schon ein Erlebnis, wenn es bewusst gemacht wird. Jetzt bin ich dabei, es wieder zu lernen, das genussvolle Essen. Was natürlich leichter geht, je älter die Kinder werden.