schneller genialer Rahm-Nuss-Kuchen

 

 

 

 

 

 

Rahm-Nuss-Kuchen (in 15 min im Backrohr)

  • 3 Eier
  • 3/4 Be (Becher) Zucker
  • 1/2 Be Öl
  • 1 Be Kakao
  • 1 Be Nüsse
  • 1 Be Mehl (ich nehme zur Hälfte Vollkornmehl)
  • 1 Pkg Backpulver
  • 1 Be Sauerrahm
Eier, Zucker und Öl 5 min mit dem Mixer rühren.
Kakao, Nüsse, Mehl, Backpulver leicht unterziehen, Sauerrahm dazugeben und kurz verrühren.
In befetteter, bebröselter Form bei 180 Grad ca. 50 min backen.
Wer will kann noch Schokoglasur darübergeben. Mit Schlagobers serviert ein echter Hit.

 

100 Entscheidungen

Kurz nach dem Aufstehen gehts los mit den Entscheidungen. Nein, eigentlich schon vorher noch im Bett. Da kann ich mich entscheiden ob ich noch ein paar Minuten länger im Bett bleibe, obwohl der Wecker geklingelt hat. Was natürlich das gesamte Morgenritual erheblich beeinflußt.

Nächste Entscheidung: Was ziehe ich heute bloß an? Gedanken wie: ich finde mir gar nichts zum Anziehen sind da immer wieder mal zu beobachten – zumindest bei mir. Aber Hallo, der Kleiderkasten ist voll mit Gewand, da ist doch sicher etwas dabei. Nach zweimaligen An- und Ausziehen ist diese Hürde geschafft, ich hab mir doch was Schönes gefunden.

Die nächste Entscheidung steht an. Was frühstücke ich? Kakao oder Tee oder doch Getreide-Kaffee. Vielen wird diese Entscheidung abgenommen, weil nur Kaffee infrage kommt um halbwegs wach zu werden. Was ess ich jetzt dazu? Marmeladenbrot, Käsebrot, oder Beides. Auch der Bäcker ist nur wenige Schritte enfernt. Da gäbs auch noch Allerhand. Oder doch einen gesunden Getreidebrei, der von innen so schön wärmt. Einfach mal in mich reinhorchen, was mir guttut. Doch heute morgen kommt keine Antwort. Meine innere Stimme schläft noch. Sie ist ein Morgenmuffel. Ich hab mich für ein Käse- und Marmeladenbrot entschieden mit einem Kakao dazu.

Ich überlege mir, was ich denn heute kochen soll. Keine Ahnung. Mal sehn, ob mir während des Einkaufens etwas einfällt.

Ich fahre nach dem Frühstück zum Einkaufen. Auf zum nächsten Supermarkt. Nun die Frage: mit dem Rad, mit dem Auto, Bus oder Zug oder doch zu Fuß, alles wäre bei mir machbar. Ich entscheide mich fürs Auto, wegen der hervorragenden Sitzheizung. Die ist für mich wie eine Wärmebank in der Wellnessabteilung. Einfach himmlisch. Und ich sagte noch zum Verkäufer beim Autokauf, ich brauche so etwas gar nicht. Der Verkäufer antwortete nur, Sie werden das mit der Heizung (war im Paket enthalten) noch zu schätzen wissen. Wie Recht er hatte.

So, zurück zum Thema. Die Parkplatzentscheidung wär auch noch zu erwähnen. Nun kommt der schwierigste Teil, das Einkaufen selbst. Beim Brot fängt an, es gibt ja ziemlich viele Sorten industriell hergestelltes Brot. Meistens weiß ich nicht mehr genau, welches das letzte Mal gut war und welches mir oder einem anderen Familienmitglied nicht so geschmeckt hat. Dann lese ich mir wieder mal die aufgeklebten Etiketten durch und nehme Eins wo am wenigsten Zutaten draufstehen.

Obst und Gemüse en Masse egal zu welcher Jahreszeit. Die Entscheidung fällt mir da leichter. Ich nehme -natürlich mit Ausnahmen – regionale und saisonales Obst und Gemüse. Heute mache ich gleich mal eine Ausnahme und nehme mir eine gutaussehende Ananas mit nach Hause. Ein bisschen Südseefeeling muss sein.

Wenn ich vor der Wursttheke stehe kann ich mich oft nicht entscheiden was ich da nehmen soll. Ich finde den Geschmack so einheitlich. Vom Bauernmarkt schmeckt es einfach besser. Für meine Kinder darf es heute Extrawurst sein. Für mich nehme ich Käse. Bei den Milchprodukten kauf ich meist das Gleiche, da muss ich nicht so lange nachdenken. Beim Tiefkühlregal fällt die Entscheidung auch leichter, weil es wenig gibt, dass noch nicht weiterverarbeitet wurde.

Nachdem alles im Einkaufswagen ist, steht noch die Entscheidung an, an welche Kassa ich mich anstelle. Meist ist es doch die – so kommt es einem vor – wo nix weitergeht.

Ich weiß immer noch nicht was ich kochen soll. Zuhause angekommen, muss die nächste Entscheidung gefällt werden. Soll ich das Bad putzen oder Staub saugen, oder mich doch mit einem Buch auf das Sofa setzen. Ich entscheide mich fürs Lesen und lasse das schlechte Gewissen gehen. Ich lese gerade vier Bücher gleichzeitig, da muss auch noch eine Entscheidung her, welches es nun werden soll. Beim Lesen kreisen die Gedanken immer wieder ums Kochen. Um 15 min vor 12 hab ich mich endlich entschieden. Ich koche Spaghetti mit Tomatensauce.

Ein kleiner Auszug, wieviele Entscheidungen wir Tag täglich bewerkstelligen. Am Ende des Tages werden es weit über 100 Entscheidungen sein, die wir getroffen haben. Was für eine Leistung. Unser Gehirn leistet Großartiges.

P.S.: Damit das mit dem Kochen nicht jeden Tag kurzfristig entschieden werden muss, habe ich beschlossen einen praktischen Wochenplaner zu basteln. Einmal hingesetzt (ich mach das am Sonntag) und gut geplant erspart manchen Stress unter der Woche. Den Einkauf für die ganze Woche erledige ich am Montag. Dann ist schon mal dieses Thema abgehackt.

 

Nudeln vereint mit Pienienkernen und Rosinen

 

 

 

 

 

 

 

Zutaten für 4 Portionen:

  • 20 g Pinienkerne
  • 400 g Brokkoli
  • 25 g Rosinen
  • 180 g Muschelnudeln oder Orecchiette (hab ich genommen)
  • 1 TL Zitronenschale und 4 TL Zitronensaft
  • 1 Knoblauchzehe, Olivenöl, Petersilie
  •  Chiliflocken, frisch geriebener Parmesan

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten und in einem Teller beiseitestellen. Brokkoli in einzelne Röschen teilen, Knoblauchzehe fein schneiden. Knoblauch mit den Rosinen in 4 EL Olivenöl andünsten. Währenddessen Muschelnudeln oder Orecchiette kochen. Die Brokkoli-Röschen 3 Minuten vor Ablauf der Garzeit hinzufügen. Einen Schöpfer Nudelkochwasser zur Knoblauchmischung in der Pfanne gießen und kurz aufkochen. Die fertigen Nudeln und den Brokkoli in die Pfanne geben und gut vermischen.
Zitronenschale über die Nudeln reiben, Zitronensaft und einige Chiliflocken dazugeben, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit frischer Petersilie und geriebenen Parmesan garniert servieren.

Das Gericht schmeckt sensationell, ist in wenigen Minuten fertig und Pinienkerne, Rosinen und Brokkoli harmonieren perfekt. Die Zitrone gibt dem Ganzen den letzten Kick. Einfach ausprobieren und Genießen!

die Sache mit der Bewertung

Neulich ist es mir wieder passiert, wahrscheinlich ist das ganz oft so am Tag, aber dieses Mal habe ich es bewusst wahrgenommen.

Als ich im Lebensmittelgeschäft eine sehr mollige Frau sah, lief etwas in mir ab, das mich sehr erstaunte. Ich schaute diese Frau an und es kamen ganz viele Gedanken in mir hoch, wie: Na die hat ja eingekauft, typisch, lauter ungesunde Sachen in ihrem Einkaufskorb. Warum ißt sie so viel, wenn sie eh schon so dick ist. Da liegen ja Chips und auch eine Cola in ihrem Einkaufswagerl! Also wirklich. Die muss sich doch nur ein bissal mehr bewegen und etwas weniger futtern, dann schaut sie nicht so aus wie jetzt. Na, dass sich die Leute nicht einschränken können und dann noch das billige Zeug kaufen, wahrscheinlich auch viele Fertigprodukte,…

STOP. Ist das nicht arg, was ich da dachte. Ich habe, ohne sie zu kennen und ohne mit ihr gesprochen zu haben, bewertet wie sie meiner Ansicht nach ist und ißt. Ich habe sie total runtergemacht. Wußte ich etwas über ihre Hintergründe? Über ihr Leben? Ob sie körperlich oder psychisch krank und deshalb dick war? Vielleicht fühlte sie sich sogar wohl in ihrem Körper und war sehr zufrieden mit sich. All diese Dinge wußte ich nicht und deshalb stand es mir auch nicht zu, zu be- und verurteilen.

Mir fällt gerade noch ein Beispiel von mir ein. Bei den Sandlern in den Städten habe ich auch manchmal meine Probleme mit Vorurteilen. Da denke ich: Sind ja selber schuld, wollen nicht arbeiten, die Meisten sind Alkoholiker und Drogenabhängige, sie geben das gesammelte Geld sowieso für Alkohol aus, müßten sich mehr anstrengen davon wegzukommen, sie stinken, vielleicht sind sie gar nicht arm und spielen so, damit sie Geld bekommen,….

Aber auch hier ist das absolute Abwertung. Ich habe ein Bild in meinem Kopf und ordne es unter eine bestimmte Schublade ein und Zack ist der unschuldige Obdachlose bei mir ein Faulpelz und Betrüger. Das ist mir bewusst geworden. Ich werde mich beobachten und meinen Gedanken ein STOP– Schild verpassen, wenn ich es mitbekomme, wie ich über Andere denke. Ich glaube, das hilft mit der Zeit.

Die Bewusstwerdung (gibts das Wort überhaupt?) ist ja der erste entscheidende Schritt für eine Veränderung. Heißt das nicht Erkenntnis? Wie dem auch sei, ich bin gespannt welche Erkenntnisse ich noch bekomme. Wie ist das bei euch mit den Bewertungen? Wahrscheinlich macht ihr so etwas nicht, oder?