Semmel küsst Apfel

 

 

 

 

 

 

(G)Scheiterhaufen

  • 5 Semmeln vom Vortag
  • 500 g Äpfel
  • 80 g Zucker
  • 50 g Rosinen (wer´s mag)
  • 1/2 l Milch
  • 2 Eier
  • 1 Msp. Zimt, 1 Pkg. Vanillezucker

Auflaufform einfetten, Semmeln in dünne Scheiben schneiden, Äpfel abschälen, blättrig schneiden und mit Zimt, Zucker und ev. Rosinen vermischen. Semmeln mit Milch, Eier und Vanillezucker ca. 30 min einweichen. In die Auflaufform abwechselnd einschichten. Mit 180 Grad bei Ober- und Unterhitze 35-40 min backen.

Ich hab ihn diesmal ohne Schneehaube gemacht und er war trotzdem hammerlecker. Wer ihn gern mit Haube hat, der schlägt 2 Eiklar steif und streicht sie 15 min vor Ende der Backzeit auf den Scheiterhaufen.

 

 

 

 

 

 

Erinnert mich sehr an meine Kindheit, dieser süße Auflauf. Und meine Kinder essen ihn auch wieder liebend gern.

das liebe Wetter

Wenn ich so aus dem Fenster sehe, sehe ich dicke weisse Schneeflocken, die das frische Grün wieder zudecken möchten. Aber es gelingt ihnen nicht mehr ganz, zumindest da wo ich wohne. Der Schnee kann dem Frühling nichts mehr anhaben. Er darf nur noch kurz vorbeischauen. Ich finde das Schneegestöber sehr schön. Das hat für mich etwas sehr Meditatives und gehört im April einfach noch dazu. Auch wenn es viele anders sehen, alles ist ganz normal.

Über das Wetter wird ja viel gejammert. Dadrin sind wir Weltmeister. Mal ist es uns zu heiß, dann wieder zu kalt, zu trocken oder zu naß. Im Sommer soll´s schon warm sein, aber bitte nicht ganz zu heiß. Im Winter soll´s schon Schnee haben, aber das Matschwetter möchten wir bitte gar nicht. So richtig recht machen kann es uns das Wetter selten.

Ich bin dazu übergegangen das Wetter so zu nehmen wie es ist. Das dagegen Ankämpfen hat keinen Sinn, denn wir können es nicht beeinflussen. Und das ist gut so. Das Wetter ist das Wetter und sonst nichts. Es ist weder gut noch schlecht. Das ist dann die Beurteilung von uns, die es schlecht macht. Für mich regnet es und der Himmel ist bewölkt, doch es ist für mich nicht schlecht deswegen. Es bringt Regen, die die Natur braucht. Wenn es immer nur warm ist und kein Regen fällt, würde es uns auch nicht passen. Denn dann hätten wir so eine Landschaft wie zum Beispiel in Ägypten. Steine und Wüste und ab und zu ein vertrocknetes Grasbüschel. Das wär uns auch nicht recht.

Also einfach das beste daraus machen, auch wenn einige Regentage vorhergesagt sind. Wer sagt denn, dass ein Regenspaziergang nicht schön sein kann? Wer Kinder hat weiss, wie lustig es für sie ist in Regenpfützen zu springen, dass das Wasser nur so spritzt. Da kann ich nur sagen, mitmachen. Aber auch ohne Pfützenspringen ist es nach so einem Spaziergang an der frischen Luft wieder gut, sich´s zu Hause gemütlich zu machen. Ich lese viel und häkle an solchen Tagen gerne und das Haus wird wieder sauberer, weil ich zum Putzen komme. Ausserdem schreibe ich sehr gerne bei diesem Wetter.

Ich freue mich wenn es regnet oder schneit, weil wenn ich mich nicht freue, regnet oder schneit es trotzdem!

 

 

Ausflug in die Natur – Puchheimer Au

Wunderschön ist es zur Zeit in der Puchheimer Au in Attnang-Puchheim (Oberösterreich). Parken kann man beim Schloss Puchheim, dann geht man die Stufen hinunter in den Park. Dort sind mehrere Teiche und auch ein Baumlehrpfad angelegt.

Wir sind einem kurzen Wanderweg gefolgt, der mit blauen Pfeilen markiert war. Da sind wir sicher 2 Stunden mit den Kindern unterwegs gewesen, weil es so viel zu entdecken gab. Uns sind Pferde begegnet und Leute, die mit ihren Ziegen spazieren gegangen sind. Seitdem wünschen sich meine Kinder Ziegen zu Ostern. Ein Einsehen, dass der Wunsch nicht in Erfüllung gehen kann, gibt es bis heute nicht.

Ein Picknick hat es auch gegeben. Die Natur ist aus dem Winterschlaf erwacht. Es hat überall geblüht und nach frischem Bärlauch gerochen. Den haben wir auch mit heimgenommen um am nächsten Tag eine köstliche Suppe daraus zu kochen. Diesen Ausflug kann ich nur weiterempfehlen.

 

wir sind reich

Eigentlich ist doch alles ganz gut. Meine Kinder und mein Mann sind gesund. Ich auch soweit. Wir haben uns als Familie und wir haben uns als Paar. Ich habe einen Partner auf den ich mich verlassen kann und der mich unterstützt. Wir haben ein schönes zuhause. Ein offenes Wohnzimmer und ein großes Schlafzimmer. Die Kinder ein eigenes Spielzimmer und einen tollen Garten haben wir auch. Ein großer Luxus für uns ist es, einen freien Blick von der Terrasse auf eine grüne Wiese zu haben, die nicht verbaut wird. Zumindest die nächsten zehn Jahre. Es ist ruhig, wo wir wohnen. In diesem Wohngebiet gilt die 30 km/h Fahrgeschwindigkeit, auch wenn sich die Meisten nicht ganz daran halten, ist es immer noch besser als die 50 km/h, die sonst bei Ortsdurchfahrten üblich sind.

Die Kinder wachsen in einer Umgebung auf, die es zulässt selbst Erfahrungen in der Natur zu machen. Sie können sich frei bewegen. Auf der Wiese, im nahegelegenen Wald, auf einem großen Erdhügel, am Spielplatz gegenüber. Freunde sind jederzeit griffbereit, die wohnen in den umliegenden Häusern und sind oft auf der großen Wiese anzutreffen. Im Winter auf dem Rodelhügel, denn sie mittlerweile schon selbständig ohne Begleitung erreichen können.

Ich brauche nur rauszugehen um die Kräuter und die Gemüsevielfalt in meinem Garten zu ernten und frisch auf den Tisch zu bringen. Viele Menschen haben das nicht. Viele Menschen leben in Wohnungen die eng sind, die Schnellstraße vor der Haustür und kein einziges Grün in Sicht. In anderen Ländern ist die Lage beim Wohnen noch viel dramatischer. Da wohnen teilweise eine Großfamilie und Angehörige in einem einzigen Raum, der auch noch zum Kochen dient. Diese Menschen haben sehr wenig Möglichkeiten, ihnen bleibt nichts anderes übrig, als das Beste daraus zu machen. Viele schauen sehr zufrieden aus, obwohl sie unter widrigsten Bedingungen hausen.

Selbst ein Auto zu haben, ist ziemlich toll. So komfortabel zu einem Ziel zu kommen ohne naß zu werden oder sich einen Sonnenbrand zu holen – kann bei einem Cabrio doch passieren 😉  ist schon super. Die Auswahlmöglichkeiten an Zusatzausstattungen ist enorm und die Bedienung eine Wissenschaft für sich. Da sehne ich mich nach der Zeit mit meinem geliebten Toyota Starlet zurück, wo ich noch selbst herumschrauben konnte.

Beinahe in jedem Dorf gibt es Geschäfte, die dafür sorgen, daß wir nicht verhungern. Unseren kleinen Bäcker- und Lebensmittelladen find ich ganz nett. Da kann ich zu Fuß hingehen und es gibt alles was man so braucht, für eine Jause oder Mittagessen. Reichlich Auswahl haben wir in Einkaufszentren und Geschäften in den Städten (mir schon etwas zu viel –  da bin ich manchmal überfordert).

Ich muss nicht stundenlang durch die Hitze laufen um einen Eimer voll Wasser zu bekommen. Das läuft ganz bequem aus der Wasserleitung. Noch dazu kann ich mir aussuchen, ob ich es warm oder kalt haben will. Welch ein Luxus. Ich muss nicht Holz sammeln gehen um ein Feuer zu machen, was mich wärmt. Ich muss nicht einmal die Heizung aufdrehen um es warmzuhabend. Die läuft automatisch und misst die eingestellte Temperatur.

Was wir nicht kaufen können sind Menschen, die wir gern haben. Wunderbare Freunde und Bekannte, die für mich und meine Familie da sind, umgeben uns. Ohne sie, wäre das Leben halb so schön. Dieses Verbindende lässt einem nich alleine sein. Schön, dass es euch alle gibt.

Reich sind wir auch an Freiheiten, die auf den ersten Blick nicht so sichtbar sind. Wie wir das Leben sehen, wohin wir unseren Fokus lenken ist für mich eine Freiheit. Ich erinnere mich immer wieder einmal daran, nicht ständig auf das zu schauen wo es hakt in meinem Leben, wo ich Ziele nicht erreicht habe, wo ich nicht weiterkomme, wo sich ein Mensch verändern sollte aus meiner Sicht. Ich erinnere mich auf das zu schauen, was alles gut läuft im Leben. Und es findet sich garantiert immer etwas. Mit dieser Sichtweise macht sich in meinem Gesicht ein Lächeln bemerkbar und es kommt dieses Gefühl auf, dieses Gefühl von Zufriedenheit und Dankbarkeit.