Ich habe die Wahl

Heute früh klingelte der Wecker und ich ging ins Zimmer meiner Kinder zum Aufwecken. Da hörte ich meine Ältere schon schreien. Sie beschwerte sich wieder einmal, daß die jüngere Schwester früher mit dem Anziehen fertig war und daß sie das absichtlich machte nur um sie zu ärgern. Na ja, dachte ich mir, der Morgen fängt ja wieder gut an. Sie streiten sich ziemlich, es wird gehaut und geschrien und am Ende weinen Beide. So, für mich ist der Tag gelaufen. Ich hatte schlechte Laune. Probierte es meinen Kindern zum 1000. Mal zu erklären, daß sie nicht gleich her hauen sollten und stattdessen miteinander reden sollten. Meiner Älteren erklärte ich noch, daß es doch nicht schlimm ist, wenn die Schwester früher fertig wäre, es ist kein Wettbewerb bei uns, sie könnte dadurch nichts gewinnen und lieb haben wir sie sowieso usw.

Aber irgendwie hatte ich das Gefühl ich rede sowieso gegen eine Mauer. Es kostet mich nur Energie, die ich nicht wirklich habe, weil ich schlecht geschlafen habe. So hab ich beschlossen sie sich selbst zu überlassen. Ich ging ins Bad und machte meine morgendlichen Dinge, die jeder macht. Und siehe da nach wenigen Minuten lagen sie sich wieder in den Armen.

Ein ganz normaler Morgen mit Kindern, wie viele Mamis ihn auch erleben. Meine schlechte Laune war am Vormittag noch nicht vorbei, bis ich so zum Überlegen anfing und mir dachte, warum eigentlich? Die Kinder sind in der Schule, ich habe das ganze Haus für mich alleine und kann tun und lassen was ich will. Ich könnte den ganzen Vormittag putzen, wär auch wirklich nötig, oder eben nicht. Ich könnte mich über die Kinder ärgern, daß sie immer wieder so blöd miteinander umgehen oder eben nicht. Ich könnte diesen Streit am Morgen als Lernphase für die Kinder sehen, als Lernen wie sie Konflikte am Besten lösen. Ich könnte es auch als Lernphase für mich sehen. Lernen mich abzugrenzen und mich nicht überall einzumischen. Lernen ein kleines Stück loszulassen und dieses Ausprobierendürfens zuzulassen. Wenns zu heftig wird kann ich immer noch Streit schlichten.

Ich habe immer eine Wahlmöglichkeit. Schlechte Laune wegen den Kindern oder gute Laune wegen dem sonnigen, warmen Wetter. Ich bin mein Chef und ich bestimme worauf ich den Fokus richte. Zugegeben, mir fällt das nicht immer leicht. Ich bin ständig am Üben. Aber auch hier habe ich die Wahl. Mache ich mich fertig und sag mir, jetzt steckst du schon wieder in dieser Negativspirale, du kannst es einfach nicht oder ob ich mir sag, Übung macht den Meister. Wir sind auch am Lernen genau wie unsere Kinder.

 

 

Nudel umarmt knusprige Garnele

 

 

 

 

 

 

Nudel-Garnelen-Pfanne a la christl (für 2-3 Portionen)

  • 300 g Spagetti (ich nehme die Hälfte Vollkornspagetti)
  • 3 handvoll geschnittenes Gemüse ( z.B.: Paprika, Erbsenschoten, Pilze, Brokkoli, Jungzwiebel, Zucchini, Maiskölbchen,…)
  • 200 g Garnelen, aufgetaut
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer, ev. Chillipulver

Spagetti nach Packungsanleitung kochen. Garnelen mit Wasser abwaschen, mit Küchenrolle trockentupfen. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. 3 EL Olivenöl erhitzen, Garnelen rundherum goldbraun braten, anschließend herausnehmen und beiseite stellen. Nun kommt Knoblauch und Gemüse (ich habe Erbsenschoten und roten Paprika genommen) in die Pfanne. Solange braten bis das Gemüse bissfest ist. Nudeln und Garnelen untermengen und mit 2 El Olivenöl beträufeln. Mit Salz und Pfeffer würzen und – wer mag – mit Chillipulver veredeln. Guten Appetit!

Meine Kinder lieben dieses Gericht, ich natürlich auch. Es ist rucki-zucki fertig. Gut als Resteverwertung von Gemüse.

 

 

 

Ausflug in die Natur – Altaussee

Sehr empfehlenswert ist die leichte Wanderung rund um den Altausseer See, der so herrlich klar ist und ein wunderschönes Panorama mit den Bergen bildet. Geparkt haben wir direkt am See, neben dem Hotel Seevilla (wo wir auch vorzüglich gespeist haben). Gestartet sind wir gegen den Uhrzeigersinn.

Für die Wanderung haben wir 4 Stunden mit einigen Pausen gebraucht. Es gibt ja immer eine Menge zu entdecken für Kinder in der freien Natur. Für mich gab es einige magische Plätze am Seeufer entlang, die eine ganz besondere Energie ausstrahlten.

 

Es gibt auf halben Weg eine Hütte, wo es etwas zu Essen und Trinken gibt. Dann noch eine Jausenstation fast am Ende des Weges. Wir haben beides nicht genutzt, da wir einen Rucksack voller Köstlichkeiten mithatten.

Am Ende waren wir zwar müde – war ja auch die erste längere Wanderung heuer – aber ziemlich glücklich.

vom Salat bis zu den Fliegen – ich mag sie

Ich liebe es meinen Pflanzen beim Wachsen zuzusehen. Es ist wie ein Wunder, was alles aus so einem kleinen Samenkorn herauskommt. Zuerst schaut nur ein kleines Spitzerl aus der Erde und einige Tage darauf sind schon zwei Blätter zu sehen. Und nur ein paar Wochen später steht eine aufrechte, stattlich gewachsene Pflanze im Topf.

Der Salat wächst auch gut bei den warmen Temperaturen im Frühbeet. Da hab ich schon wieder verschiedene Gerichte im Kopf, wo er so dazupassen könnte. Außerdem sind  Pflanzen ziemlich genügsam, finde ich. Natürlich tut ihnen die liebevolle Pflege sehr gut. Aber außer Erde und Wasser und ein bisschen Dünger brauchen sie nicht wirklich etwas.

Ich schaue ihnen jeden Tag zu und es erfüllt mich mit Glücksgefühlen, wenn sie größer und größer werden. Aber auch ich habe schon viele Niederlagen erlitten, wenn dann die Schnecken kommen und dem schönem Gewachsenen den Garaus machen. Letztes Jahr habe ich mir gesagt, heuer pflanze ich nichts mehr an, was die Schnecken gerne mögen. Aber was soll ich sagen ich machs heuer doch wieder. Weil ich an das Gute glaube und neugierig bin, ob sich das Desaster vom Vorjahr wiederholt. Heuer habe ich ein Abkommen mit den Schnecken. Ich gebe ihnen einen gewissen Anteil ab, dafür lassen sie bestimmte Bereiche aus, wo sie nicht fressen. Und ja ich rede mit den Schnecken. Bis jetzt funktioniert es ganz gut. Ein Teil meiner Salatpflanzen steht noch.

In den letzten Jahren habe ich nur wenige Schnecken umgebracht. Ein paar waren es doch, weil ich unabsichtlich draufgetreten bin. Ansonsten dürfen sie leben. Ich sammle sie täglich ab und gehe mit ihnen ein gutes Stück weit, um sie in einer Wiese wieder freizulassen. Das klingt sicher schräg, aber ich kann nicht anders. Wahrscheinlich sind sie sowieso bald wieder in meinem Garten. Doch wenn ich Glück habe, sind sie vorher beim Nachbarn abgebogen. Schnecken sind für mich Tiere, die leben dürfen. Für uns Menschen scheinbar nicht schick genug und nicht nützlich. Aber ich sehe das anders. Muss den alles nützlich für den Menschen sein auf dieser Welt? Darf nicht auch mal was dabei sein, was einfach nur den Tieren nützlich ist?

Fliegen gehören für mich auch unter die Kategorie Tiere, die ich nicht töte. Ich mag es – und da bin ich ziemlich einzigartig – wenn sie mir am Arm oder Beinen auf und ab laufen.  Was für die Meisten ekelig ist, empfinde ich als sehr angenehm. Fast so wie eine Massagesitzung.

Ja jetzt bin ich doch von den Pflanzen auf die Tiere gekommen. Aber egal um was es geht, ich finde die Natur genial mit all ihren Planzen und Lebewesen die sie hervorbringt. Mit den täglich Wundern die immer um uns passieren. Und wir dürfen uns daran erfreuen.