Fenster putzen und ein bisschen Träumen

Heute gehts ums Fensterputzen. Etwas was ich mir schon monatelange vornehme. Aber irgendwie waren sie mir noch zu wenig schmutzig dafür. Meine liebe Nachbarin hat mir da ein einfaches Fensterputzwasserrezept gegeben, das ich hier mal ausprobieren werde. Es sollen dabei angeblich keine Streifen zu sehen sein und der Regen perlt leichter ab.

Also ran ans Werk.

Auf 1 Liter sehr warmes Wasser kommt 1TL Speisestärke. 

Ich mach das mit einem Schwamm und geh anschließend mit einem Abziehen drüber. Es rinnt zwar das Wasser auf den Seiten hinunter – was mich schon stört – aber bis jetzt hab ich noch keine andere Lösung für mich gefunden, die schnell geht. Früher hab ich die Fenster mit Zeitungspapier geputzt, aber das war echte Schwerarbeit wenns wirklich dreckig waren.

So, nach getaner schweisstreibender Arbeit (2 Fenster) muss ich feststellen, dass die Fenster ganz schön geworden sind. Streifenfrei. Schmutz lässt sich easy cheesy entfernen. Das mit dem Abperlen muss ich erst beim nächsten Regen sehen. Also morgen kommen die nächsten 2 Fenster dran. Hoffentlich!

Hier habe ich noch ein schönes Fensterbild gefunden, das sicher auch frisch geputzt wurde. Das schaut doch sehr gemütlich aus. Davor eine Bank oder Liegestuhl und ein gutes Buch………….

Saftiges Bällchen flirtet mit Tomatennudeln

 

 

 

 

 

Zutaten für die Schlemmerei  (4 Portionen):

  • 300 g Faschiertes
  • 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe
  • 1 Dose Tomaten gestückelt
  • 500 g Spagetti ( ich nehme die Hälfte Vollkornspagetti)
  • 1 Ei
  • 4 EL Semmelbrösel, 2 EL Estragonsenf
  • Zucker, Salz, Pfeffer, Öl zum Anbraten

Zwiebel und Knoblauch fein hacken.

Tomatensoße: Die Hälfte von Zwiebel und Knoblauch in einem Topf mit Öl anbraten. Tomatendose dazu und mit Salz, Pfeffer und 1 TL Zucker würzen. Auf kleiner Flamme 15 min kochen lassen.

Inzwischen Spagetti kochen.

Bällchen: Faschiertes mit der anderen Hälfte Zwiebel und Knoblauch vermischen, Ei, Semmelbrösel und Senf dazugeben. Mit Salz, Pfeffer würzen. Etwas Öl in eine Pfanne geben und die geformten Bällchen (ca. 3-4 cm Durchmesser) rundherum anbraten.

Am Teller anrichten, servieren und genießen!

 

 

 

erfrischender Holunderblütensirup

Zutaten: 

  • 2 unbehandelte Zitronen
  • 15 Holuderblüten-Dolden
  • 2 l Wasser
  • 40 g Zitronensäure
  • 10 g Einsiedehilfe (wahrscheinlich gehts auch ohne, ich geb sie aber dazu)
  • 2 kg Zucker

Zitronen in Scheiben schneiden, zusammen mit den Blüten-Dolden, dem Wasser und der Zitronensäure 24 Stunden ziehen lassen. (Muss nicht gekühlt werden)

Anschließend abseihen, den Zucker und die Einsiedehilfe einrühren und nochmals 24 Stunden stehen lassen. Immer wieder umrühren, damit sich der Zucker gut auflöst. In saubere, heiß ausgespülte Flaschen abfüllen.

Ich habe die doppelte Menge für diese Flaschenmenge genommen. Also ran an die Holler-Blüten, die ja jetzt überall blühen. Und den erfrischenden Saft genießen. Hält sich auch etliche Monate, bei uns zwar nicht, weil er vorher schon leergetrunken wird.

Gute Zeiten – Schlechte Zeiten

Wir sehen sie oft nicht, die einfachen Dinge im Leben, an denen wir uns erfreuen können. Ich hatte jetzt einige Wochen, wo ich sie einfach nicht wahrnehmen konnte. Die Hausarbeit ging mir furchtbar auf die Nerven. Das tägliche Gekoche auch. Deshalb gab es einiges an Fertiggerichten, was die Kinder auf keinen Fall störte. Die Kinder nervten total, weil sie soviel stritten. Ich hatte das Gefühl, alles überfordert mich. Wöchentlich diese Reitstunden meiner Tochter, Zahnarzttermine meiner Kinder, Wäsche auswärts waschen lassen (Waschmaschine war auch kaputt), schauen, dass im Kühlschrank nicht gähnende Leere herrscht, dass die Katzen genügend Futter haben, die Wohnung nicht zu sehr verdreckt, usw, usw, usw, usw……….es war einfach alles ziemlich blöd. Ich hatte null Bock auf irgendwas. Nicht einmal zum Schreiben hatte ich Lust und das heißt was. Dazu kamen noch mein Nacken und  meine Schulter die im wöchentlichen Abstand zu schmerzen begannen und mich sehr in meiner Bewegung einschränkten, bzw. mich schlecht schlafen ließen. A ziemlicher Schas eben.

Aber auch das geht vorbei und mittlerweile bin ich wieder am Weg zurück, wo mir auch die schönen, einfachen Dinge wieder gefallen. Meine Blumen find ich wieder wunderschön, meine Kinder find ich nicht mehr nur nervig sondern auch liebenswert und einzigartig. Mich find ich wieder meistens gut, das ist aber sicher noch ausbaufähig. Die Katzen find ich nicht nur als Futtervertilger sondern auch als Bereicherung im Familienleben. Die sind so empfindsam, total schön. Ich hab es wieder geschafft, die ganze Wohnung durch zu putzen und mich daran zu erfreuen. Die neue Waschmaschine ist geliefert worden und wir können unsere Wäsche wieder selber waschen. Juhu. Mein Gemüse wächst im Garten. Es gibt wieder frisch zubereitetes Essen. Ja, einfach ganz viele Sachen wo ich mich wieder darüber freuen kann. Ach ja, meine Schmerzen sind inzwischen wieder leichter. Weg sind sie zwar noch nicht, aber ich kenne ganz tolle Menschen, die mich in meinem Heilungsprozess super unterstützen. Vielen Dank an dieser Stelle.

Schreiben mag ich auch wieder. Das habe ich vermisst. Ich habe mich schon manchmal hingesetzt in den vergangenen Wochen, aber es kam nicht wirklich was dabei heraus. Das geht nur, wenn ich mit mir richtig im Einklang bin.

Solche Zeiten, wie ich sie gehabt habe, kennt ja jeder in seinem Leben. Was mir in diesen schlechten Zeiten sehr hilft, ist, im Vertrauen zu bleiben, was absolut nicht einfach ist. Diese Ungewissheit, wie lange dieser doofe Zustand noch anhält find ich ziemlich blöd.  Was nach durchgestandener Krise kommt, ist bei mir die Einsicht, daß die Menschen, Tiere und Dinge, die man in seiner Umgebung hat eh ziemlich gut sind.

Hier noch ein paar Bilder, über die ich mich wieder freuen kann:

 

 

Ein leichter Sommergenuss: Freundschaft zwischen Spargel und Couscous

 

 

 

 

 

 

Spargel mit Couscous 

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Bund grüner Spargel
  • 1 roter Paprika
  • 1/2 Zucchini
  • 1 Tasse Couscous
  • Olivenöl, Sojasauce
  • Salz, Pfeffer, Suppenwürze

Spargelenden abschneiden und in Salzwasser bissfest kochen (ca. 7 min), Zucchini und Paprika in mundgerechte Stücke schneiden. Couscous in eine Schüssel geben und 2 Tassen gekochtes Wasser darüber leeren, 1 kl. Löffel Suppenwürze dazugeben, kurz durchrühren und stehenlassen.

3 EL Olivenöl in einer Pfanne heiß machen und das Gemüse einschließlich Spargel anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Couscous und Gemüse auf Teller anrichten und Sojasauce darüber träufeln. Schon fertig, fantastisch einfach!


Solche Rezepte kommen mir kurz vor dem Mittagessen in den Sinn, ich schau in den Kühlschrank, was der so hergibt und kombiniere im Kopf was gut zusammenpassen könnte. Dann koch ich einfach drauflos, meist verändere ich auch noch während des Kochens etwas. Ich liebe diese Kreativität. Und natürlich hab ich auch schon mal was zusammengemischt, was uns dann nicht so geschmeckt hat. Aber allein das Experimentieren macht Riesenspass. Bis zum nächsten Experiment!