Gute Zeiten – Schlechte Zeiten

Wir sehen sie oft nicht, die einfachen Dinge im Leben, an denen wir uns erfreuen können. Ich hatte jetzt einige Wochen, wo ich sie einfach nicht wahrnehmen konnte. Die Hausarbeit ging mir furchtbar auf die Nerven. Das tägliche Gekoche auch. Deshalb gab es einiges an Fertiggerichten, was die Kinder auf keinen Fall störte. Die Kinder nervten total, weil sie soviel stritten. Ich hatte das Gefühl, alles überfordert mich. Wöchentlich diese Reitstunden meiner Tochter, Zahnarzttermine meiner Kinder, Wäsche auswärts waschen lassen (Waschmaschine war auch kaputt), schauen, dass im Kühlschrank nicht gähnende Leere herrscht, dass die Katzen genügend Futter haben, die Wohnung nicht zu sehr verdreckt, usw, usw, usw, usw……….es war einfach alles ziemlich blöd. Ich hatte null Bock auf irgendwas. Nicht einmal zum Schreiben hatte ich Lust und das heißt was. Dazu kamen noch mein Nacken und  meine Schulter die im wöchentlichen Abstand zu schmerzen begannen und mich sehr in meiner Bewegung einschränkten, bzw. mich schlecht schlafen ließen. A ziemlicher Schas eben.

Aber auch das geht vorbei und mittlerweile bin ich wieder am Weg zurück, wo mir auch die schönen, einfachen Dinge wieder gefallen. Meine Blumen find ich wieder wunderschön, meine Kinder find ich nicht mehr nur nervig sondern auch liebenswert und einzigartig. Mich find ich wieder meistens gut, das ist aber sicher noch ausbaufähig. Die Katzen find ich nicht nur als Futtervertilger sondern auch als Bereicherung im Familienleben. Die sind so empfindsam, total schön. Ich hab es wieder geschafft, die ganze Wohnung durch zu putzen und mich daran zu erfreuen. Die neue Waschmaschine ist geliefert worden und wir können unsere Wäsche wieder selber waschen. Juhu. Mein Gemüse wächst im Garten. Es gibt wieder frisch zubereitetes Essen. Ja, einfach ganz viele Sachen wo ich mich wieder darüber freuen kann. Ach ja, meine Schmerzen sind inzwischen wieder leichter. Weg sind sie zwar noch nicht, aber ich kenne ganz tolle Menschen, die mich in meinem Heilungsprozess super unterstützen. Vielen Dank an dieser Stelle.

Schreiben mag ich auch wieder. Das habe ich vermisst. Ich habe mich schon manchmal hingesetzt in den vergangenen Wochen, aber es kam nicht wirklich was dabei heraus. Das geht nur, wenn ich mit mir richtig im Einklang bin.

Solche Zeiten, wie ich sie gehabt habe, kennt ja jeder in seinem Leben. Was mir in diesen schlechten Zeiten sehr hilft, ist, im Vertrauen zu bleiben, was absolut nicht einfach ist. Diese Ungewissheit, wie lange dieser doofe Zustand noch anhält find ich ziemlich blöd.  Was nach durchgestandener Krise kommt, ist bei mir die Einsicht, daß die Menschen, Tiere und Dinge, die man in seiner Umgebung hat eh ziemlich gut sind.

Hier noch ein paar Bilder, über die ich mich wieder freuen kann:

 

 

Ein Gedanke zu „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten

  1. Deine Zeilen zu lesen hat mir letzte Woche geholfen. Zu sehen, dass es einen nicht nur allein so geht, dass man mal eine Phase hat in der man sich gar nicht motivieren kann … Seit heute Morgen ist es besser, ich weiß auch wieder dass es an mir liegt und ich entscheiden kann was mir gut tut und was nicht. Dass ich die Wahl habe und das mache was mir einen Sinn gibt. Danke und liebe Grüße, Maria

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