kein Schlüssel, dafür nette Leute

Heute vormittag habe ich meinen Mann mit dem Auto in die Arbeit gebracht und bin dann direkt einkaufen weitergefahren. Nach der Parkplatzsuche habe ich den Motor abgestellt. Dann die Überraschung. Wo war jetzt der Autoschlüssel (diese modernen Autos haben ja keinen echten Schlüssel mehr sondern so ein Ding, wo Tasten dran sind)? Keiner da. Mein Mann hatte den Schlüssel in der Jackentasche in die Arbeit mitgenommen. Da hatte ich erst mal überlegt. Ohne Autoschlüssel kein Absperren möglich und …auch kein heimfahren. Ich wollte nach meinem Handy greifen, aber ich hatte es daheim vergessen.

Nach kurzer Schrecksekunde bin ich ins Geschäft. Die nette Dame ließ mich telefonieren. Ich schilderte meinem lieben Mann die Situation und hatte einen Plan wie ich jetzt vorgehe. Ich fragte einen älteren Herrn ob er in meine Richtung fahren würde. Er würde bis Lenzing fahren, sagte er. Als ich ihm sagte wohin ich wollte, hatte er sich entschlossen mich bis zu meinem Ort zu bringen. Was für ein netter Herr. Während der Fahrt erzählte er mir von seiner Frau, die im Rollstuhl saß, seit einem Schlaganfall, von seinen drei Töchtern, mit denen er sehr zufrieden war. Witzigerweise kannte ich eine davon.

Wieder zu Hause nahm ich den Reserveschlüssel vom Auto und stapfte Richtung Bushaltestelle. Der Bus kam innerhalb von zehn Minuten. Was für ein Glück, dann kann ich noch alles schaffen bis die Kinder um zwölf von der Schule nach Hause kommen, dachte ich bei mir und es machte mich total zufrieden. Der Busfahrer stellte sich als sehr nette Person heraus, wir plauderten über neue Autos, über die modernen Busse, wo der Busfahrer auf einen Knopf drücken musste, wenn der Bus länger als drei Minuten stehenblieb (zur Sicherstellung ob eh nix passiert ist), über das Fahren in der Nacht, wenn betrunkene Jugendliche nicht mehr aus dem Bus wollten und daß sich die Standzeiten von früher ( bis zu mehreren Stunden am Tag) zu heute (gesetzlichen Pausen) deutlich verkürzt hatten. War sehr interessant.

Schließlich war ich wieder beim Auto angekommen und konnte nach dem Einkaufen wieder heimfahren. Übrigens im Geschäft hab ich noch eine liebe Bekannte getroffen.

Und die Moral der Geschicht ist: wer neugierig und offen durch die Welt geht, bekommt neben Hilfe jede Menge interessanter Dinge zu hören.

 

 

 

 

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