Neujahrsvorsätze

Wer hat sie wieder gemacht? Wer hat es sein lassen? Wer hält noch durch? Sind ja schon einige Tage seit Silvester.

Ich gehör zu denen die es sein lassen haben. Zumindest hab ich nicht die gemacht, die so üblich sind. Wie mehr Bewegung und Sport, mehr raus in die Natur, weniger Stress, weniger Arbeiten, weniger Essen, weniger Alkohol, weniger Süsses, weniger Chips,……………….

Aus vergangenen Jahren weiss ich, mein innerer Schweinehund hat gesiegt und somit war die Sache wieder erledigt. Es ist ja so anstrengend, Sport zu betreiben, da ist doch das gemütliche Knozen auf der Couch viel bequemer und unaufwendiger. Beim Essen oder Trinken will man ja nicht unhöflich sein, wenn wieder etwas angeboten wird, daß auch noch so verführerisch riecht und schmeckt. Bei den Süssigkeiten und bei der Schokolade gibt es so ein Belohnungszentrum im Gehirn, dem man ganz schlecht etwas verweigern kann. Dann wird’s nämlich ungemütlich.

Und so geben wir uns meistens der Hilflosigkeit hin, die eben diese Dinge in uns auslösen. Wenn wir es nicht schaffen die Vorsätze umzusetzen, kann es sein, dass wir frustriert sind und uns schlecht fühlen. Zwischen IST und SOLL Zustand ist manchmal zu viel Distanz. Da ist es leichter sich etwas vorzugaukeln, was vielleicht doch nicht so ist, damit man da nicht so genau drauf schauen muss. Das ist ja das, was unangenehm sein kann. Oder dass man sich eingestehen muss, dass man eine Sache nicht so gut hinbekommt oder kann wie vielleicht der beste Freund oder Nachbar.

Ich kann euch berichten, wie ich es heuer mache. Als erstes schmeiße ich ganz viele Verbote über Bord. Ich möchte mir heuer total viel erlauben. Ich erlaube mir, daß ich ganz oft so richtig faul sein darf und Stunden am Abend auf der Couch verbringen darf. Oh, das entspannt jetzt schon richtig. Ich erlaube mir, einfach mal ne Stunde zu lesen neben den Kindern ohne dass ich aufstehe, wenn sie etwas von mir wollen. Ich erlaube mir, dass es mal so richtig unordentlich und staubig sein kann im Haus, ohne dass ich gleich den Putzfimmel und somit auch schlechtes Gewissen bekomme. Ich erlaube mir, daß ich mal richtig kindisch und doof sein darf. Ich erlaube mir, mal etwas total Ungesundes zu essen (ich denke gerade an Chips und Cheeseburger von Mc. Donalds) und ein paar Gläser Wein zu trinken. Und ich erlaube mir es zu genießen.

Wow. Es tut so gut, sag ich euch. Es befreit unheimlich. Dieses enge Korsett zu sprengen und diese vielen Verbote und Ratschläge hinter sich zu lassen. Denn wenn der Druck weg ist, kann man erst wahrnehmen was einem wirklich gut tut und was man grad braucht. Und das Umsetzten geht dann richtig leicht.

 

P.S.: Gewicht verlieren hat meiner Meinung nach nicht immer nur was mit zu viel essen oder zu wenig Bewegung zu tun. Es ist auch ein seelischer Anteil dabei, der etwas nicht loslassen kann. Für mich gehört Körper und Seele zusammen, ich betrachte es als eine Einheit.

 

2 Gedanken zu „Neujahrsvorsätze

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