vom Salat bis zu den Fliegen – ich mag sie

Ich liebe es meinen Pflanzen beim Wachsen zuzusehen. Es ist wie ein Wunder, was alles aus so einem kleinen Samenkorn herauskommt. Zuerst schaut nur ein kleines Spitzerl aus der Erde und einige Tage darauf sind schon zwei Blätter zu sehen. Und nur ein paar Wochen später steht eine aufrechte, stattlich gewachsene Pflanze im Topf.

Der Salat wächst auch gut bei den warmen Temperaturen im Frühbeet. Da hab ich schon wieder verschiedene Gerichte im Kopf, wo er so dazupassen könnte. Außerdem sind  Pflanzen ziemlich genügsam, finde ich. Natürlich tut ihnen die liebevolle Pflege sehr gut. Aber außer Erde und Wasser und ein bisschen Dünger brauchen sie nicht wirklich etwas.

Ich schaue ihnen jeden Tag zu und es erfüllt mich mit Glücksgefühlen, wenn sie größer und größer werden. Aber auch ich habe schon viele Niederlagen erlitten, wenn dann die Schnecken kommen und dem schönem Gewachsenen den Garaus machen. Letztes Jahr habe ich mir gesagt, heuer pflanze ich nichts mehr an, was die Schnecken gerne mögen. Aber was soll ich sagen ich machs heuer doch wieder. Weil ich an das Gute glaube und neugierig bin, ob sich das Desaster vom Vorjahr wiederholt. Heuer habe ich ein Abkommen mit den Schnecken. Ich gebe ihnen einen gewissen Anteil ab, dafür lassen sie bestimmte Bereiche aus, wo sie nicht fressen. Und ja ich rede mit den Schnecken. Bis jetzt funktioniert es ganz gut. Ein Teil meiner Salatpflanzen steht noch.

In den letzten Jahren habe ich nur wenige Schnecken umgebracht. Ein paar waren es doch, weil ich unabsichtlich draufgetreten bin. Ansonsten dürfen sie leben. Ich sammle sie täglich ab und gehe mit ihnen ein gutes Stück weit, um sie in einer Wiese wieder freizulassen. Das klingt sicher schräg, aber ich kann nicht anders. Wahrscheinlich sind sie sowieso bald wieder in meinem Garten. Doch wenn ich Glück habe, sind sie vorher beim Nachbarn abgebogen. Schnecken sind für mich Tiere, die leben dürfen. Für uns Menschen scheinbar nicht schick genug und nicht nützlich. Aber ich sehe das anders. Muss den alles nützlich für den Menschen sein auf dieser Welt? Darf nicht auch mal was dabei sein, was einfach nur den Tieren nützlich ist?

Fliegen gehören für mich auch unter die Kategorie Tiere, die ich nicht töte. Ich mag es – und da bin ich ziemlich einzigartig – wenn sie mir am Arm oder Beinen auf und ab laufen.  Was für die Meisten ekelig ist, empfinde ich als sehr angenehm. Fast so wie eine Massagesitzung.

Ja jetzt bin ich doch von den Pflanzen auf die Tiere gekommen. Aber egal um was es geht, ich finde die Natur genial mit all ihren Planzen und Lebewesen die sie hervorbringt. Mit den täglich Wundern die immer um uns passieren. Und wir dürfen uns daran erfreuen.

 

 

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