Was bedeutet für mich einfaches Essen?

Meine Mutter sorgte dafür, dass ich in meiner Kindheit und Jugend und ein bisschen danach……. ein super Essen bekam. Sie stand dafür stundenlang in der Küche oder im Garten, was ihr aber wirklich auch Spass machte. Es gab sogar selbsthergestellte Germknödel. Die waren echt ein Gedicht.

Als ich flügge wurde und mit Freunden unterwegs war, gab es für mich eher Fastfood oder Chinesen. Und das nicht zu knapp, die Portionen wurden weggeputzt, meist auch noch von Freunden, wenn die schon satt waren. Mit dem eigenen Haushalt kam die Rückbesinnung. Heute ist es großteils selbstgemachtes, biologisches Essen was täglich auf den Tisch kommt.
Dabei lege ich Wert darauf, dass es schnell gemacht ist und mit wenigen Zutaten auskommt.
Natürlich kommt bei mir auch mal ein Fertigsugo aus dem Glas oder fertig panierte Fischstäbchen oder ähnliches auf die Teller. Manchmal hab ich schlicht keine Lust oder mir fällt einfach nichts ein, was ich kochen könnte. Auch das darf sein, finde ich.

Unter „einfaches Essen“ versteh ich auch mal zur Jause ein knuspriges, frisches Brot mit Butter ( am Besten richtige Bauernbutter aus Rohmilch – ich liebe sie), darauf Schnittlauch, Radieschen oder Rucola oder auch nur Kräutersalz. Mmm, so lecker. Es darf ab und zu auch Knoblauch fein geschnitten sein (vielleicht dann nicht mehr zu gesellschaftlichen Anlässen gehen. Wobei es nützlich sein kann, wenn man seine Ruhe haben will.)

Dann kommt das Genießen. Das war etwas, was ich in der Hektik des Alltags mit zwei Kindern verlernt hatte. Ich nahm mir, ohne wirklich zu überlegen was ich essen möchte, einfach das von mir aus nächstgelegene Nahrungsmittel (zum Beispiel bei der Jause).
Sich hinzusetzen und wirklich den Geschmack des Essens zu spüren. Dran zu Riechen ist schon ein Erlebnis, wenn es bewusst gemacht wird. Jetzt bin ich dabei, es wieder zu lernen, das genussvolle Essen. Was natürlich leichter geht, je älter die Kinder werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.